
Die Prinzipien der TCM unterscheiden sich grundlegend von denen der westlichen Schulmedizin.
Trotzdem werden heute in China beide Systeme nebeneinander und in Kombination miteinander eingesetzt.
Wichtigstes Prinzip in der TCM ist die Lebensenergie Qi.
Das Qi durchfließt den menschlichen Körper, bestimmten Bahnen (Meridianen) folgend, in einer zyklischen Folge.
Dabei tritt das Qi in seinen beiden Formen YIN und YANG in Erscheinung.
YIN und YANG repräsentieren das universelle dualistische Gegensatzpaar, das sich in Eigenschaften wie „warm“ und „kalt“, schwarz“ und „weiß“, „Mann“ und „Frau“ ausdrückt.
Wenn das Qi frei fließt und YIN und YANG im Gleichgewicht sind, fühlt sich der Mensch wohl und ist gesund.
Bei Blockaden und Disharmonien wird das Wohlbefinden gestört und es können Krankheiten entstehen.
Zur Behandlung werden verschiedene Methoden in Kombination angewandt.

Die fünf wichtigsten Methoden sind:
Kräutertherapie: Sie besteht in der Verordnung von Rezepturen aus Kräutergranulaten und Rohdrogen und ist im Hinblick auf die therapeutische Reichweite die bedeutendste der Methoden.
Akupunktur und Moxibustion: Bestimmte Punkte, die entlang von Meridianen angeordnet sind, werden bei der Akupunktur mit Nadeln, und bei der Moxibustion mit brennendem Beifuß (Moxa) gereizt.
Was sind Meridiane?
Die Lebensenergie durchfließt den Körper auf fixen Kanälen, welche Meridiane genannt werden.
Massage: Tuina, Shiatsu in Japan: Sie orientiert sich an den Meridianen.
Diätetik: Den Lebensmitteln eignet nach dem Vorbild der Arzneimittel ein bestimmtes Wirkprofil.
Diesem entsprechend lassen sich die gängigen Lebensmittel therapiebegleitend und vorbeugend einsetzen.
Bewegungsübungen: wie Qi-Gong oder die inneren Kampfkünste (beispielsweise Taijiquan): Unter Betätigung der Vorstellungskraft,
die sich auf den Körper und dessen Umgebung richtet und oft auf die Nachahmung von Bildern, etwa Tierbildern zielt, wird in langsamen
und fließenden Bewegungen der Organismus beruhigt und belebt.
! Wichtig !
Tierprodukte
In letzter Zeit wurde in den Medien auf die unrühmliche Rolle der chinesischen Medizin in Bezug auf die Ausrottung einiger vom Aussterben bedrohter Tierarten hingewiesen.
Über die Jahrhunderte hat sich in China der Glauben verbreitet, dass Tierprodukte wie Genitalien von diversen Tieren (Tigerpenis), Seepferdchen, Geweihe usw. die Potenz kräftigen könnten.
Diese sollen mit entsprechenden Kräutern das Nieren-Yang stärken. In westlichen Praxen finden solche Mittel so gut wie keine Anwendung.
Eventuell werden Zirkadenpanzer zur Behandlung von Juckreiz oder verschiedene Muschelarten verwendet.
Der Einsatz von Tierprodukten, wenn sie durch Tötung von bedrohten Arten oder durch unwürdige Haltung von Tieren gewonnen werden,
muss auf das schärfste abgelehnt werden und steht im Widerspruch einer ganzheitlichen Medizin, die den Mensch als Teil der Natur betrachtet.
Von unseren Lieferanten werden diese Kräuter auch nicht nach Österreich importiert!
Unsere Apotheke beschäftigt sich intensiv mit der Traditionell Chinesischen Medizin und legt großen Wert auf geschultes Personal.










